Sioni Guard Pro - warum ich meine eigene Sicherheitssoftware entwickle

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Sioni Guard Pro - warum ich meine eigene Sicherheitssoftware entwickle

Bei kaum einer Software ist Vertrauen so wichtig wie bei einem Sicherheitsprogramm. Ein Texteditor darf einen Fehler haben. Ein Musikplayer darf abstürzen. Das nervt, aber normalerweise passiert nicht viel. Bei einer Sicherheitssoftware sieht das anders aus. Sie bekommt weitreichenden Zugriff auf den Rechner, überwacht Vorgänge und soll im Ernstfall erkennen, wenn etwas nicht stimmt. Gleichzeitig läuft sie oft dauerhaft im Hintergrund. Genau deshalb stelle ich an ein solches Programm andere Anforderungen. Ich möchte wissen, was es tut. Ich möchte verstehen, warum es etwas tut. Und ich möchte nicht einfach nur ein großes grünes Schild sehen, auf dem „Alles sicher“ steht. Genau aus diesem Gedanken heraus entwickelt sich der Sioni Guard Pro.

Mich stört bei vielen Sicherheitsprogrammen, dass der Benutzer kaum noch nachvollziehen kann, was eigentlich passiert. Es gibt einen großen Statusindikator. Grün bedeutet gut, Rot bedeutet schlecht. Was genau geprüft wurde, welche Komponenten aktiv sind und warum das Programm zu dieser Einschätzung gekommen ist, bleibt häufig irgendwo im Hintergrund verborgen. Das reicht mir nicht. Wenn ein Programm meinen Rechner schützen soll, möchte ich zumindest die Möglichkeit haben, nachzusehen. Was wurde erkannt? Was wird überwacht? Welche Schutzmechanismen sind aktiv? Was ist nicht aktiv? Gab es einen Fehler? Und wenn etwas nicht funktioniert, möchte ich das ebenfalls klar angezeigt bekommen. Ein grüner Haken ist für mich kein Sicherheitskonzept.

Ursprünglich entstand das Projekt als Sioni Virenscanner. Mit der Weiterentwicklung wurde mir aber zunehmend klar, dass mir diese Bezeichnung zu eng wurde. Ein modernes Sicherheitsprogramm sollte aus meiner Sicht nicht ausschließlich darauf warten, dass irgendwo eine Datei auftaucht und anschließend prüfen, ob deren Signatur bekannt ist. Sicherheit besteht aus mehreren Ebenen. Deshalb wurde aus dem Projekt schließlich Sioni Guard Pro. Der Name gefällt mir deutlich besser. Ein Guard, also ein Wächter, soll beobachten, warnen und eingreifen, wenn es notwendig ist. Er soll aber nicht ständig im Weg stehen. Genau das ist auch mein Ziel für die Software.

Wer schon lange mit Windows arbeitet, kennt vermutlich solche Situationen. Man installiert eine Security-Suite und plötzlich startet der Rechner langsamer. Im Hintergrund laufen zahlreiche zusätzliche Prozesse. Beim Öffnen einer Datei erscheint erst einmal irgendeine Meldung. Programme werden blockiert, ohne verständlich zu erklären, warum. Oder die Software versucht permanent, zusätzliche Funktionen, Browser-Erweiterungen, VPN-Angebote oder andere Pakete zu verkaufen. Dann frage ich mich irgendwann: Schützt mich die Software eigentlich noch, oder kämpfe ich inzwischen hauptsächlich mit der Sicherheitssoftware selbst? Genau das möchte ich beim Sioni Guard Pro vermeiden. Ein Schutzprogramm sollte möglichst ruhig arbeiten. Wenn nichts passiert, muss es auch nicht ständig Aufmerksamkeit verlangen. Aber wenn etwas passiert, dann muss die Information klar sein.

Ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung war für mich deshalb die Überarbeitung der Benutzeroberfläche. Ich wollte weg von einer Oberfläche, die einfach möglichst viele technische Elemente gleichzeitig zeigt. Stattdessen entstand die Idee einer klareren Sicherheitsübersicht. Ich möchte das Programm öffnen und innerhalb weniger Sekunden erkennen können, wie es um meinen Rechner steht. Nicht erst nach zehn Klicks. Nicht versteckt in Untermenüs. Und auch nicht in einer Oberfläche, bei der ich erst herausfinden muss, welche von zwanzig Anzeigen tatsächlich relevant ist. Deshalb gefällt mir die reduzierte dunkle Oberfläche des Sioni Guard Pro inzwischen wesentlich besser. Sie soll modern aussehen, aber das Design darf nie wichtiger werden als die Information. Das ist bei meinen Sioni-Projekten generell eine Regel geworden: Eine Oberfläche muss zuerst funktionieren. Danach darf sie schön sein.

Besonders wichtig ist mir, dass ein Sicherheitsprogramm die Wahrheit sagt. Wenn eine Schutzkomponente nicht funktioniert, möchte ich nicht, dass das Programm trotzdem so tut, als wäre alles in Ordnung. Wenn etwas nicht geprüft werden konnte, dann soll dort auch „Nicht geprüft“ stehen. Wenn eine Funktion nicht aktiv ist, dann „Nicht aktiv“. Wenn ein Problem besteht, soll das Programm dieses Problem eindeutig benennen. Das klingt banal, ist es aber nicht immer. Gerade bei Sicherheitssoftware halte ich falsche Sicherheit für gefährlicher als eine deutliche Warnung. Ein Benutzer, der weiß, dass eine Schutzfunktion ausgefallen ist, kann reagieren. Ein Benutzer, dem das Programm weiterhin einen grünen Status präsentiert, obwohl im Hintergrund etwas nicht funktioniert, verlässt sich dagegen auf einen Schutz, den es vielleicht gar nicht gibt. Das möchte ich bei Sioni unbedingt vermeiden.

Ich mag außerdem keine Sicherheitssoftware, die jedes Ereignis dramatisiert. Nicht jede ungewöhnliche Datei ist automatisch Malware. Nicht jeder unbekannte Prozess ist gefährlich. Und nicht jede Netzwerkaktivität bedeutet einen Angriff. Ein Sicherheitsprogramm sollte aufmerksam sein, aber es sollte nicht versuchen, seinen eigenen Nutzen dadurch zu beweisen, dass es ständig Alarm schlägt. Denn irgendwann passiert genau das, was bei zu vielen Warnmeldungen immer passiert: Der Benutzer klickt sie einfach weg. Dann ist niemandem geholfen. Ich möchte deshalb, dass Sioni Guard Pro möglichst klar zwischen Information, Auffälligkeit und tatsächlicher Gefahr unterscheidet. Wenn eine Warnung erscheint, soll sie einen Grund haben.

Bei vielen meiner Programme kann ich neue Funktionen relativ frei ausprobieren. Beim Guard sehe ich das anders. Sicherheitssoftware greift an Stellen ein, an denen Fehler unangenehme Folgen haben können. Deshalb möchte ich dieses Projekt bewusst schrittweise entwickeln. Eine Funktion muss nicht nur technisch laufen. Ich möchte auch wissen, was im Fehlerfall passiert, was geschieht, wenn eine Datei nicht gelesen werden kann, wie sich ein Abbruch verhält, ob danach ein sauberer Zustand zurückbleibt und ob der Benutzer nachvollziehen kann, was passiert ist. Ebenso wichtig ist für mich die Frage, ob bestehende Funktionen auch nach einer Erweiterung weiterhin zuverlässig arbeiten. Das klingt vielleicht weniger spektakulär als eine lange Liste neuer Features, für mich ist es aber wesentlich wichtiger.

Auch beim Sioni Guard Pro möchte ich nicht irgendwann damit werben, dass das Programm 30, 40 oder 50 Schutzmodule besitzt. Was soll mir diese Zahl eigentlich sagen? Ein einzelnes gut funktionierendes Schutzsystem kann wertvoller sein als zehn halb fertige Module. Deshalb möchte ich neue Funktionen nur dann integrieren, wenn sie tatsächlich einen Nutzen haben. Nicht weil man damit die Produktseite verlängern kann, nicht weil ein anderes Programm ebenfalls einen entsprechenden Menüpunkt besitzt und auch nicht, weil eine Funktion besonders spektakulär aussieht. Sie muss zum Konzept passen und im Alltag sinnvoll funktionieren.

Dieser Gedanke zieht sich inzwischen durch fast alle meine Sioni-Projekte. Ich möchte Programme bauen, die dem Benutzer Kontrolle geben und ihm nicht Entscheidungen wegnehmen. Natürlich muss eine Sicherheitssoftware in bestimmten Situationen selbstständig reagieren können. Aber selbst dann möchte ich nachvollziehen können, was passiert ist. Wenn eine Datei blockiert wurde, möchte ich wissen, welche Datei es war. Wenn etwas erkannt wurde, möchte ich den Grund sehen. Wenn ich eine Entscheidung ändern möchte, soll das möglich sein. Und wenn ich eine Funktion abschalte, dann soll sie auch wirklich abgeschaltet sein. Eigentlich sind das Selbstverständlichkeiten. Für mich gehören sie trotzdem zu den wichtigsten Anforderungen des Projekts.

Der Zusatz Pro bedeutet für mich beim Sioni Guard Pro nicht, dass irgendwo künstlich Funktionen gesperrt werden müssen, damit später eine teurere Variante verkauft werden kann. Er beschreibt meinen Anspruch an das Projekt. Ich möchte daraus keine hübsche Demo machen. Ich möchte ein Windows-Programm entwickeln, das ich auf meinen eigenen Rechnern einsetzen würde. Und genau dieser Satz setzt die Messlatte ziemlich hoch. Denn auf meinem eigenen PC akzeptiere ich keine Software, der ich nicht vertraue. Ich möchte keine unklaren Hintergrundaktionen, keine erfundenen Sicherheitsmeldungen, keine unnötigen Eingriffe und kein Programm, das mir Sicherheit vorspielt.

Beim Sioni Guard Pro liegt noch viel Arbeit vor mir. Die neue Sicherheitsübersicht ist ein wichtiger Schritt, aber natürlich noch nicht das Ende. Das Projekt muss funktional wachsen, Schritt für Schritt. Dabei möchte ich lieber eine Komponente vollständig und zuverlässig umsetzen, bevor ich fünf neue anfange. Gerade bei Sicherheitssoftware sehe ich keinen Sinn darin, möglichst schnell eine beeindruckende Versionsnummer zu erreichen. Eine 1.0 hat für mich erst dann einen Wert, wenn ich selbst guten Gewissens sagen kann: Diese Version würde ich auf meinem eigenen Windows-Rechner dauerhaft laufen lassen. Vorher ist es Entwicklung. Und das darf auch so sein.

Am Ende ist meine Motivation eigentlich ziemlich einfach. Ich möchte eine Sicherheitssoftware, die so arbeitet, wie ich es mir selbst wünsche. Ruhig im Hintergrund. Klar in ihren Aussagen. Nachvollziehbar bei Warnungen. Zurückhaltend bei Eingriffen. Ohne unnötigen Ballast. Und mit einer Oberfläche, bei der ich nicht erst Sicherheitsexperte sein muss, um zu verstehen, ob alles funktioniert. Der Sioni Guard Pro soll kein Programm werden, das permanent behauptet, wie hervorragend es meinen Rechner beschützt. Ich möchte, dass es seine Arbeit erledigt. Und wenn ich wissen möchte, was gerade passiert, soll es mir eine klare Antwort geben.

Sicherheit entsteht für mich nicht durch einen grünen Haken. Sie entsteht durch funktionierende Technik, nachvollziehbare Entscheidungen und Vertrauen. Genau daran arbeite ich beim Sioni Guard Pro.

Dowload: https://sioni.de/download.php?slug=sioni-guard-pro

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Über den Autor
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Chris admin

Forscher, Programmierer, Technikbegeistertes Mitglied des CCC - Chaos Computer Club: Bisher habe ich immer nur Wissen gesammelt. Gerade die Arbeit an UFOBase und Abductionbase habe Unmengen an Datenmaterial hervorgebracht. Auch meine kurze aber sehr intensive Arbeit bei MUFON-CES hat viele neue Erkenntnisse zu Tage gefördert. Hier nun möchte ich einige dieser Geschichten und Daten weitergeben, so dass sie nicht in Vergessenheit geraten. Einige dieser Geschichten kann man nicht rationell erfassen oder mit den Mitteln unserer Wissenschaft greifen oder begreifbar machen. Es liegt an uns, was wir daraus machen. Wie sagte Mulder einst so schön? MULDER: Also, wenn uns die konventionelle Wissenschaft keine Antworten bietet, müssen wir uns dann am Ende nicht doch dem Fantastischen als Möglichkeit zuwenden? In diesem Sinne wünsche ich Ihnen kurzweilige Stunden hier auf dieser Seite.

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